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Groths blaue Kacheln kehren in den Katharinenturm zurück

Kunst am Bau bleibt nach Sanierung wenige Meter vom alten Standtort erhalten

Die vom Magdeburger Künstler Bruno Groth gestaltete Fliesenwand kehrte in dieser Woche in ihr altes "Zuhause" zurück. Nach dem Umbau des "Hauses der Lehrer" zum "Katharinenturm" steht sie dort im Eingangsbereich.
Von Stefan Harter

Gestern Nachmittag überzeugte sich der einstige "Fliesenleger", ob die Handwerker das blaue Puzzle auch richtig zusammengesetzt haben. Seit Anfang der Woche waren Enrico Mertynink und Michael Pero damit beschäftigt, die gut 50 unterschiedlich großen und durchnummerierten Einzelstücke zusammenzusetzen. Einst stand die exakt 3,17 mal 2,94 Meter große Wand aus weiß-blauen Kunstkeramikfliesen im Restaurant des "Hauses der Lehrer".

 

Enrico Mertynink (l.) und Michael Pero setzten in dieser Woche das blaue
Fliesenpuzzle von Künstler Bruno Groth zusammen. Die Kachelwand wird im
Eingangsbereich des "Katharinenturms" zu sehen sein.

Nur wenige Meter vom alten Standort entfernt ist sie nun wieder an prominenter Stelle, im Eingangsbereich des künftigen "Katharinenturms", zu finden.

Nachdem er von den Sanierungsplänen für das "HdL" erfahren hatte, setzte Bruno Groth sofort alle Hebel in Bewegung, um "seine" Wand zu retten. Schließlich war bereits beim Abriss des "Hotels International" eines seiner Werke auf dem Schuttberg gelandet. Jüngst wurde in Olvenstedt ein weiterer Bau mit seiner Kunst sang- und klanglos abgerissen.

 

Wobau-Chef Heinrich Sonsalla unterstützte Groths Wunsch aber sofort, indem er der Fliesenwand wieder einen Platz zusicherte. Die Raumkonzeption hätte einen Verbleib am ursprünglichen Standort aber nicht zugelassen. Bauunternehmer Frank Toepel übernahm deshalb unentgeltlich die Demontage und Einlagerung der einzelnen Segmente. Jetzt ließ er seinen Polier Gerald Nordmann die Wiederaufstellung vornehmen.

"Das kann ein Beispiel dafür sein, wie so etwas gehen kann, wenn sich alle Beteiligten bemühen", erklärte Bruno Groth gestern zufrieden. Von Anfang an sei alles erfolgreich verlaufen und jetzt habe man es auch gut zu Ende gebracht. "Ich bin sehr froh und dankbar. Die blaue Wand steht dort an einer guten Stelle", sagt er.

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Erscheinungsdatum 18.10.2013
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