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Ein Herz für die Kunst: Blaue HdL-Wand gerettet

Bauunternehmer und Wobau unterstützen Künstler Groth

Künstler Bruno Groth und Toepel-Bauleiter Gerald Nordmann
"Bauleiter" Bruno Groth (links)
überwacht mit Polier Gerald
Nordmann, wie Uwe Lawrenz
und Enrico Mitsch die Keramik-
fliesenwand im ehemaligen
"Haus der Lehrer" Stück für
Stück abtragen. Foto: Harter

Die blaue Kunstkeramikwand des Magdeburgers Bruno Groth im HdL wird abgetragen und nach der Sanierung wieder aufgestellt.
Ein Bauunternehmer zeigt ein Herz für die Kunst.
Von Stefan Harter

Altstadt l Einmal musste Bruno Groth bereits mit ansehen, wie eines seiner Werke auf dem Schuttberg landete: Beim Abriss des „Hotel Intercontinental“ hatte er keine Chance gehabt, seine Keramikwand
zu retten. Als er vom Vorhaben der Wobau erfuhr, das seit Jahren leer stehende „Haus der Lehrer“ zum Wohn- und Geschäftsgebäude umzubauen, wurde er deshalb gleich aktiv.

Denn auch hier steht im Restaurant im Erdgeschoss, unterhalb des früheren Tanzsaals, eine Wand mit blauen Kunstkeramikfl iesen. Nach Gesprächen mit Wobau-Chef Heinrich Sonsalla war Groth zunächst zufrieden. Die Wand soll geschützt werden, versprach er ihm. Jetzt hat sich mit Bauunternehmer Frank Toepel ein Kunstfreund gefunden, der die Grothsche Fliesenwand unentgeltlich abträgt und bis zu deren
Wiederaufstellung einlagert. „Bauleiter“ Bruno Groth überwachte persönlich die Arbeiten vor Ort in den vergangenen Tagen, damit bei der Nummerierung alles glatt läuft. Denn die Wand wird zum Transport vorsichtig in Teile zerschnitten. Das HdL wird derzeit entkernt und die Raumkonzeption ließ den Verbleib der Wand nicht zu. Sie soll laut Wobau-Bauleiterin Angela Sens aber einen Platz im neuen Katharinenturm erhalten. „Ich bin sehr froh darüber. Schön ist, dass Herr Toepel das nicht für sich, sondern für die Stadt macht“, erklärte Bruno Groth.

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Erscheinungsdatum 21.02.2012
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